Die SGi „Freischütz Sasbachwalden e.V.“

Einen Schützenverein gab es in Sasbachwalden bereits im Jahre 1927. Durch die Wirren der damaligen Zeit, löste sich der Verein aber in der Folge wieder auf. Immer gab es jedoch Menschen, die den Gedanken der Neugründung, mit sich trugen. Nicht nur der Ausübung des Sports wegen, sondern auch um die Geselligkeit unter Gleichgesinnten zu pflegen, waren die treibenden Kräfte, die letztendlich zu einer Neugründung des Schützenvereins im Jahre 1954 führten.

Haupttragende Initiatoren waren damals Otto Huber, Lindenwirtin Isantha Holzleitner und August Bohnert. Alsbald schritt man zur Tat und modifizierte die Kegelbahn des Gasthauses „Linde“ in freien Stunden zum Schießraum für Luftgewehre um. Man warb in der Öffentlichkeit kräftig für den Schießsport und so kam es am 15. Mai 1954 zur Neugründung. Der damalige Kreisschützenmeister Gottfried Wassmer war mit dabei und informierte die Anwesenden über den geplanten Schießsport. So kam es, dass 35 Anwesende spontan, sozusagen auf Anhieb, dem neu zu gründenden Verein beitraten. Die Schützengemeinschaft SGi „Freischütz Sasbachwalden 1954 e.V.“ wurde geboren.

Bereits 1957 wagte man sich an den Bau eines eigenen Kleinkaliber-Standes in der Sandgrube im Sandweg. Vier Stände von 50 m wurden geschaffen. Am 1. Juli desselben Jahres war es soweit, man konnte die Einweihung in einem festlichen Rahmen vollziehen. 1962 bekam der Verein eine Standarte. Brigittenschloß, von Kunstmaler Konrad Kayser gemalt, ziert die Vorderseite. Auf der Rückseite der Schutzpatron der Jäger und Schützen, der heilige Hubertus. Ebenfalls 1962 schuf man einen Luftgewehrraum mit 5 Ständen. In den folgenden Jahren wurden zahlreiche Wettkämpfe und Meisterschaften bestritten.

Das Jahr 1977 war geprägt von weiteren Bautätigkeiten. Eine Pistolenanlage mit sechs 25 Meterständen wurde geschaffen. Ein neues Sport-Segment der „Freischützen“ war hinzugekommen. 1984 wurde es bereits zu eng am Pistolenstand, nicht nur, das gesamte Schützenhaus erwies sich nun als zu klein. So kam es zu einer Erweiterung. Ein zweites Stockwerk wurde auf die bisherige eingeschossige Anlage aufgebracht. So bestand nun, nach ausgiebigen Arbeiten der Mitglieder, die Anlage aus 6 KK-Ständen 50 m, 6 Sportpistolen- ständen 25 Meter und 12 Luftgewehrständen. Vor allem der Zuwachs von Jugendlichen machte diese Erweiterung vonnöten. Diese dankten dem Verein mit Erfolgen und Titeln diverser Meisterschaften bis hin zur Teilnahme an den deutschen Meisterschaften.

2001 bis 2002 wurden weitere Erweiterungsmaßnahmen erforderlich. 16 000 (!) Arbeitsstunden wurden in Eigenarbeit geleistet. Die Standanlage umfasste nun 12 Luftgewehrstände 10 Meter, 6 KK-Gewehrstände 50m sowie 12 Pistolenstände 25 m. Das gesamte Schützenhaus repräsentiert und präsentiert heute die unermüdlichen Bemühungen des Vorstandes, der gesamten Mitglieder, disziplinierten Schießsport in einem schönen Ambiente auszuüben. Desweiteren hat man im Außengelände einen aufwändigen und wunderschönen, überdachten Grillplatz erstellt. Dessen Vermietung an Vereine, an Betriebe u.ä. wird bereits sehr häufig in Anspruch genommen, somit auch ein wichtiger Baustein die „Freischützen“ in der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Nach den unsäglichen Vorkommnissen in Erfurt und Winnenden ist es generell schwieriger geworden, vor allem im Jugendbereich, Neuzugänge zu erhalten. Aber, so sollte nicht vergessen werden, Schießsport erzieht zu großer Selbst Disziplin, lehrt das sich Einfügen in Gemeinschaften, zum respektvollen Miteinander. Wesentliche Bestandteile der Entwicklung gerade eines jungen Menschen.

2013 wurden 6 KK-Gewehrstände 50M zum Schießen von Unterhebelgewehrdisziplinen und 2014, 10 Luftdruckstände zu elektronischen Ständen, umgerüstet. Somit sind wir in der Lage ein breites Spektrum an Disziplinen für unsere Sportschützen anzubieten.

2017 wurde der Kugelfang im 50 Meter Gewehrstand mit Trichtergeschossfängen bis 7000 Joule ausgestattet, ein Jahr später folgten die beiden 25 Meter Pistolenstände mit Trichtergeschossfängen bis 2500 Joule. Durch Material und Bauform sind diese relativ verschleißfrei. Im Vergleich zu Lamellengeschossfängen ist die Bleiemission erheblich geringer, da der Beschuss einer Kante nur bei Fehlschüssen vorkommt. Die Geschosse sowie deren Splitter werden im unteren Gehäuseteil gesammelt, gelangen so nicht in die Umwelt und können fachgerecht entsorgt werden.